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Es[s]prit ist als Online-Programm konzipiert, d.h. alle Module sind über das Internet erreichbar.
Im Einzelnen stehen den Teilnehmern neben umfangreichem Informationsmaterial zum Thema "Essstörungen"
die folgenden Module zur Verfügung:
1. Selbsttest
Ausgangspunkt von Es[s]prit ist ein Selbsttest (=Screening).
Über diesen Fragebogen wird das individuelle Risiko, an einer Essstörung zu erkranken, ermittelt.
In Abhängigkeit vom Ergebnis sind den Teilnehmern dann unterschiedliche weitere Bereiche (Forum, Monitoring, Chat) zugänglich,
für die sie sich im Anschluss an den Selbsttest registrieren können.
2. Monitoring
Das zentrale Modul von Es[s]prit stellt ein Programm zur Verlaufsbeobachtung (Monitoring) des individuellen Wohlbefindens und Essverhaltens dar.
In Abhängigkeit von der Ausprägung der Symptomatik und deren Verlauf erhalten die Teilnehmer eine automatische Rückmeldung.
Durch dieses Feedback soll gesundheitsförderliches Verhalten verstärkt werden und gesundheitsschädlichem Verhalten
soll durch das Vorschlagen von alternativen Verhaltensweisen entgegengewirkt werden.
Praktisch bedeutet dies, dass alle Teilnehmer, für die im Selbsttest ein Risiko an einer Essstörung zu erkranken festgestellt wurde,
einmal pro Woche per Email gebeten werden, online einen kurzen Fragebogen (Bearbeitungszeit ca. 3 min.)
auszufüllen und direkt im Anschluss die o.g. Rückmeldung per Email erhalten.
Die Monitoringergebnisse der einzelnen Teilnehmer sind auch den Beratern des Es[s]prit-Teams zugänglich.
Sie liefern ihnen wichtige Informationen, wenn sich ein Teilnehmer beispielsweise für die Chat-Beratung anmeldet.
3. You_Write
Unter der Rubrik You_Write gibt es seit Februar 2010 in den ersten drei Wochen Ihrer Teilnahme jede Woche eine neue Aufgabe, die Sie bearbeiten können.
Diese Aufgaben beziehen sich auf das Schlankheitsideal, das in unserer Gesellschaft vorherrscht und sollen Ihnen die Möglichkeit geben,
sich mit diesem auseinander zu setzten. Die Bearbeitung von You_Write soll Ihnen dabei helfen, sich nicht so stark von dem Schlankheitsideal
beeinflussen zu lassen und eine positivere Einstellung gegenüber Ihrem eigenen Körper zu entwickeln.
4. Forum
Im Es[s]prit-Forum können sich Teilnehmer zu verschiedensten Themen austauschen.
Es wurden diverse Themenschwerpunkte definiert, unter denen die individuellen Beiträge gepostet werden können.
Das Forum wird vom Es[s]prit-Team moderiert.
Das bedeutet, dass alle Beiträge gelesen werden und eine positive Kommunikation zwischen den Teilnehmern gefördert wird.
Dazu gehört beispielsweise, dass Beiträge im Fall von bedenklichen (z.B. aggressiven oder pro-anorektischen)
Aussagen vom Es[s]prit-Team aus dem Forum gelöscht werden.
5. Gruppenberatungschat
In regelmäßigen Abständen bieten die Berater des Es[s]prit-Teams Termine an, um sich mit einer Gruppe von Teilnehmern in einem Chatraum zu treffen.
Zur Teilnahme ist keine Voranmeldung notwendig. Die Termine werden unter dem Menüpunkt "Chat" in MyEs[s]prit veröffentlicht.
Von dort ist auch der Chatraum erreichbar. Im Gruppenberatungschat besteht die Möglichkeit,
90 Minuten lang Fragen mit anderen Teilnehmern und dem Berater zu diskutieren.
6. Einzelberatungschat
Neben der Gruppenberatung haben die Teilnehmer auch die Möglichkeit,
sich einzeln mit einem Berater des Es[s]prit-Teams in einem Chatraum zu treffen, um individuelle Fragen oder Probleme zu erörtern.
Die Dauer der Einzelberatung beträgt 30 Minuten. Zur Teilnahme ist es nötig, vorab online einen Termin zu reservieren.
Die verfügbaren Termine sind dem Menüpunkt "Chat" in MyEs[s]prit zu entnehmen.
Weitergehende Beratung
Das Ziel von Es[s]prit ist Prävention, d.h. das Angebot richtet sich an Personen,
die zwar ein erkennbares Risiko für die Entwicklung einer Essstörung besitzen, aber noch nicht daran erkrankt sind.
Dennoch ist uns bewusst, dass einige Teilnehmer möglicherweise im Verlauf von Es[s]prit mehr Betreuung benötigen
als über das Internet zur Verfügung gestellt werden kann.
Deshalb werden wir Teilnehmern, für die aus Sicht unserer Berater die reine Online-Betreuung nicht intensiv genug ist, empfehlen,
weitergehende Unterstützungsangebote aufzusuchen.
So kooperieren wir z.B. auch mit der
Psychotherapeutischen Beratungsstelle (PBS)
der Universität Heidelberg,
deren professionelle Mitarbeiter Studierende der Universität persönlich, vertraulich und kostenfrei beraten.
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